Tibet-Encyclopaedia

 

Abbildung 1: Blick von Saling über die Sandbänke des Shayok auf den Ort bzw. die Oase Khaplu. Der Flusslauf im Vordergrund ist ein Mündungsarm des Hushe-Flusses. In der Bildmitte links sieht man den Felsen, auf dem sich Ruine der Bergfestung Thortsi Khar befindet (Oktober 2008) 

 Khaplu

Khaplu (auch Chílú, Kafalun, Khapalu, Khapallu, Khapalū, Càpalu, Khoppalu, Khopalu, Khapolor und Khápula, Tibetisch Kha-bu-lu, Kha-bu-lo geschrieben) war nach der Bevölkerungszahl das Größte der sechs Königreiche von Baltistan (Klein-Tibet). Es bildete den Ostteil von Baltistan. Der am linken Ufer des Shayok gelegene Ort Khaplu ist heute Hauptort des Gangche-Distrikts, der neben dem Gebiet des ehemaligen Königreiches Khaplu auch die westlichen Orte am Shayok bis zu dessen Mündung in den Indus, wie z. B. Kiris, umfasst. Heute ist Khaplu Zwischenstation für die Bergsteiger-Expeditionen, die über das Hushe-Tal in das Karakorum-Hochgebirge vordringen. Von Skardu aus ist Khaplu mit dem Auto über eine Straße, die  am linken Ufer des Indus und des Shayok verläuft, in wenigen Stunden zu erreichen. Früher benötigte man für diese Strecke fünf Tage, wobei der größte Teil des Reisewegs am rechten Ufer des Shayok über Kiris, Kuru, Balghar und Daghoni verlief. Für diese Reise waren zwei Flussüberquerungen mit dem Zak erforderlich. In der Regel überquerte man den Shayok westlich von Khaplu und den Indus unweit von Kiris. In der Vergangenheit wurde Khaplu von Reisenden als schönster Ort von Baltistan angesehen. Besondere Sehenswürdigkeiten in dem Ort Khaplu sind die schlossartige Wohnburg, die Chakchan-Moschee, die große Khanqa-Gebetshalle und  das Astana-Grabmonument des Heiligen Sayyed Mohammad.

Inhaltsverzeichnis

1. Entdeckungsgeschichte
2. Das Land und der Ort Khaplu
3. Khanqa-Gebetshalle, Moschee und Astana-Grabmonument
4. Die Burgen von Khaplu
5. Geschichte des Königreiches Khaplu
6. Literatur

Abbildung 2: Die auf der linken Seite des Shayok (Shyok) gelegene Ortschaft bzw. Oase Khaplu (Khapalu) mit den Tälern der Flüsse Thalle und Hushe, die einstmals zum Königreich Khaplu gehörten. Ausschnitt aus "India and Pakistan" (Jammu and Kashmir) Ni-43-03. 1:250.000. Mundik 

1. Entdeckungsgeschichte

Wenn man Baltistan zu Recht als verborgenes Land bezeichnen kann, so gilt dies um sehr mehr für das im Osten von Baltistan gelegene Khaplu. Eine erste Erwähnung dieses ehemals kleinen Königreiches mit der Bezeichnung Khápula finden wir in Mirza Haidars (1499-1551) berühmten Werk Tarikh-i-Rashidi (S. 410), in dem der Autor Khaplu als Distrikt von Bálti(stan) aufführt. Khaplu war auch, bedingt durch enge politische und verwandtschaftliche Beziehungen mit dem Könighaus von Ladakh, in diesem Nachbarland im 17. und 18. Jahrhundert nachweislich sehr gut bekannt. Für Europa zugänglich wurde allerdings Khaplu wohl erstmals überhaupt mit der Bezeichnung Chílú durch Captain Claude Martine Wade (1794-1861), der dieses Königreich in einem 1835 im Journal of the Asiatic Society of Bengal erschienenen Aufsatz erwähnte. Moorcroft-Trebeck (ihr Buch erschien 1841) haben Khaplu wie folgt beschrieben (Part II, S. 264): „Kafalun is a province west of Nobra, on the left bank of the Shayuk.“ Godfrey Thomas Vigne hat Khaplu zwischen 1835 und 1838 als erster Europäer besucht, wobei er sich insbesondere über die dortige Bergfestung äußerte, die er noch in einem intakten Zustand vorfand (Part 2, S. 317f). Alexander Cunnigham (S. 28ff), der Baltistan nicht besucht hat, veröffentlichte 1854 eine kurze geographische Beschreibung von Khaplu sowie eine Genealogie der Herrscher dieses Landes. Thomas Thomson hat Khaplu im November 1847 bereist und kurz als einen Ort mit für Tibet bemerkenswerter Schönheit beschrieben (S. 210ff). Knight berichtet über seinen Besuch in Khaplu folgendes (S. 253): „This fair spot was Kapalu, the richest district in Baltistan, and regarded as a very Garden of Eden by the Balti people.“ Jane E. Duncan erreichte Khaplu 1904 und hielt sich dort drei Wochen auf. Ihr ausführlicher Bericht über ihren Aufenthalt in Khaplu ist auch heute noch sehr lesenswert. De Filippi, welcher Khaplu 1913 erreichte, charakterisierte den Ort wie folgt: „It is, perhaps, the loveliest oasis in all the region.“ Für weitere Erläuterungen zu Khaplu sei auf den Reisebericht von Arthur Neve (S. 99f) verwiesen. Neuere Beschreibungen des Ortes finden sich in den Reiseführern Arora, S. 211f, Lonely Planet, S. 306f und Beek, S. 252ff.  

Abbildung 3: Blick von der Bergfestung Thortsi Khar über den Ostteil des Ortes Khaplu. Oben links sieht man den Shayok und die Ortschaft Saling. Unten rechts befindet sich die Wohnburg, die häufig auch als Schloss bezeichnet wird (Oktober 2008)

2. Das Land und der Ort Khaplu

Im Unterschied zu Skardu und Shigar konzentrierte sich das Herrschaftsgebiet von Khaplu nicht auf ein einziges großes Flusstal, sondern war auf drei Seitentäler des Shayok verteilt, nämlich auf das Gebiet der heutigen Ortschaft Khaplu, das Tal des Thalle-Flusses und das Hushe/SaltoroTal. Das Gebiet um die Mündung des Thalle-Flusses in den Shayok bildete die westliche Grenze des Königreiches. Der heutige Gangche Distrikt, dessen Verwaltungszentrum in Khaplu angesiedelt ist, erstreckt sich über die Orte Balghar und Daghoni hinaus bis an die Mündung des Shayok in den Indus und schließt das ehemalige Königreich Kiris ein. Als militärisches Bollwerke nach Westen gegen die Einfälle der Erzfeinde Skardu und Shigar waren neben einer Burg in Balghar die Bergfestungen von Kharku (Abbildung 2: Korku) und Saling errichtet worden. Im östlich gelegenen Hushe/SaltoroTal befand sich in Haldi (Abbildung 2: Huldi) eine weitere Festung. Wichtigste Verteidigungsanlage war die als militärisch uneinnehmbar angesehene Festung Thortsi Khar in der Ortschaft Khaplu.

Abbildung 4: Wohnbezirk in Khaplu mit alter Moschee (Oktober 2007)

Cunningham hat das Herrschaftsgebiet von Khaplu wie folgt beschrieben (S. 28): „Khapolor  stretches twenty-five miles further down the Shayok, the whole length of the chiefship being sixty-seven miles. As the mean breath is about thirty miles, the area will be 2,010 square miles. The mean hight of the villages is about 9,000 feet.” Die Höhe des Ortes Khaplu wird heute zumeist mit 2.600 m angegeben. Hashmatullah Khan gibt an, dass nach einer Volkszählung des Jahres 1911 das Gebiet des ehemaligen Königreiches von 27.333 Personen bewohnt war. Nach der Volkszählung des Jahres 1951 wohnten im Khaplu Niabat mit seinen 53 Ortschaften 35.614 Personen. 1961 war diese Anzahl der Bewohner auf 37.159 gewachsen (Afridi, S. 274-277). Heute dürfte sich die Anzahl der Bewohner im Vergleich zu 1961 verdoppelt haben. Die wichtigste Einkommensquelle ist wie überall in Baltistan die Landwirtschaft.  Zusätzliche Einkommensquellen sind der Tourismus, der Handel, Tätigkeiten in der Verwaltung und die Fremdarbeit außerhalb Baltistans.  

   

Abbildung 5: Auf einer Straße in Khaplu. Hier ist Ruhe angesagt

 

Abbildung 6: Der untere Basar von Khaplu. Von Hektik keine Spur

Die Ortschaft Khaplu ist keine Stadt im geläufigen Sinn, sondern wie Shigar eine Ansammlung kleiner Dörfer. Verglichen mit Skardu verlaufen hier die Handelsgeschäfte wesentlicher ruhiger. Nach Afridi (S. 275) lebten in den Ortsteilen Khaplu Pain, Gharbochung und Khaplu Bala im Jahre 1961 gemäß Volkszählung 6.333 Personen. In Khaplu befinden sich neben mehreren Schulen, ein Krankenhaus, einige Hotels und Einrichtungen der Verwaltung. Das alte Schloss der ehemaligen Herrscherfamilie wurde während meines Aufenthaltes 2008 vom Aga Khan Cultural Service-Pakistan restauriert und in eine Hotel umgebaut.

Abbildung 7: Der untere Basar von Khaplu (Oktober 2007) 

3. Khanqa-Gebetshalle, Moschee und Astana-Grabmonument

Siehe auch die Sonderartikel Islamische Khanqa-Gebetshallen in Baltistan (Klein-Tibet), Traditionelle Moscheen (Masjid) in Baltistan (Klein-Tibet) und Astana-Grabmonumente in Baltistan (Klein-Tibet)

Die wichtigsten religiösen Baudenkmäler in Khaplu sind die große Khanqa-Gebetshalle, die von  Sayyed Mohammad, einem Heiligen der  islamischen Nūrbkahshīya-Sekte, im Jahre 1712 errichtet worden ist, das Astana-Grabmonument dieses Heiligen in unmittelbarer Nähe der großen Gebetshalle sowie die Chakchan-Moschee. Das Astana-Grabmonument wurde vom Aga Khan Cultural Service Pakistan vorbildlich restauriert und dadurch vor dem völligen Zerfall gerettet.  Die Chakchan-Moschee in Khaplu ist die größte und bedeutendste der traditionellen Moscheen in Baltistan. Nach Klimburg (S. 155) wird ihre Errichtung wie die der Amburiq-Moschee in Shigar dem islamischen Missionar Sayyed Ali Shah Hamadani (14. Jahrhundert) zugeschrieben, was wie bei der Aburiq-Moschee historisch als nicht gesichert anzusehen ist.

Abbildung  8: Die große Khanqa-Gebetshalle von Khaplu (Oktober 2007) 

 

Abbildung 9: Das Astana-Grabmonument des Heiligen Sayyed Mohammad in Khaplu (Oktober 2007)

 

   

Abbildung 10: Eingang zum  Astana-Grabmonument des Heiligen Sayyed Mohammad in Khaplu (Oktober 2007)

 

Abbildung 11: Westseite des Astana-Grabmonuments des Heiligen Sayyed Mohammad in Khaplu (Oktober 2007)

 

Abbildung 12: Die Chakchan-Moschee in Khaplu (Oktober 2007) 

4. Die Burgen von Khaplu

Siehe auch den Sonderartikel Wohnburgen (Khar) und Bergfestungen (Khardong) in Baltistan (Klein-Tibet) und Sarfah Khar und Hachi Khar

Von den bedeutenden, heute zerstörten Bergfestungen des Königreiches Khaplu wurden die Burgen von SalingKharku, Haldi und die Festung Sarfah Khar in Sonderartikeln  dokumentiert. In Khaplu selbst ist von der ehemals als militärisch uneinnehmbar angesehenen Festung Thortsi Khar nur ein Trümmerfeld aus Steinen übriggeblieben, auf dem man eine neue Moschee errichtet hat. Als imposant ist hingegen die alte, schlossartige Wohnburg anzusehen, die zurzeit restauriert und in ein Hotel umgebaut wird.

   

Abbildung 13: Khaplu und der Felsen der Bergfestung Thortsi Khar (Oktober 2008)

 

Abbildung 14: Thortsi Khar mit der neuen Moschee von Süden aus photographiert (Oktober 2008)

 

Abbildung 15: Haupteingang der Wohnburg von Khaplu (Oktober 2007)

 

Abbildung 16: Die Wohnburg von Khaplu nach der Restaurierung (Mai 2012)

 5. Geschichte des Königreiches Khaplu

Traditionell tragen die Angehörigen des Herrscherhauses von Khaplu den Titel Yabgo (auch Yagu geschrieben). Die erste Genealogie der Herrscher von Khaplu wurde von Cunningham (S. 28ff) veröffentlicht. Sie enthält 67 Namen und beginnt mit Sultan Sikandar, den Cunningham mit Alexander dem Großen identifiziert. Die ersten Nachfahren dieses Sikander waren nach dieser Liste Ibrahim und Ishák. Nach Cunningham sind dies Abraham und Isaac. Die ersten 30 Herrscher bewertete Cunningham zu Recht als „fabulous“. Für den ersten von Cunningham nicht als „fabulous“ sondern als historisch angesehenen Herrscher Sultan Yagu und für dessen Nachfolger gibt Cunningham Zeitangaben, die alle historisch unhaltbar sind. Die Liste von Cunningham, die sich auch als eine Variante in leicht abgewandelter Form in Hashmatullah Khans Werk (S. XI) findet, wurde später von Francke (S. 189) reproduziert und mit anderen Zeitangaben versehen, die ebenfalls unhaltbar sind. Für weitere Genealogien siehe Hashmatullah Khan, Anhang S. XIIff, und Afridi, Appendix F und G.

Historisch belegt sind folgende Herrscher:

Bairam (regierte in den Jahren um 1531)

Nach Cunninghams Liste regierte dieser 57. Yabgo-Herrscher von Khaplu von 1680 bis 1695. Diese Datierung enthält einen Fehler von ca. 150 Jahren. Hashmatullah Khan schreibt diesen Namen als Behram und identifiziert in richtiger Weise mit dem von Mirza Haidar (S. 422) erwähnten Bahrám Chu, der 1531/32 beim Einmarsch des aus Zentralasien kommenden Moghul-Khans Sultan Said Khan in Baltistan auf den Eroberer wartete und sein Land kampflos übergab. Bairam war nach Mirza Haidar der einzige unter den Herrschern in Baltistan, der den räuberischen Eindringlingen keinen Widerstand leistete. Er führte Sultan Said Khan nach Shigar, welches von dessen Truppen eingenommen wurde.

Hussain Khan (regierte kurz vor 1650)

Hussain Khan (auch Husen Khan geschrieben) war nach Cunninghams Liste der 61. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Belegt ist dieser Herrscher nur durch die Quelle Shigar Nāma. Er war mit einer Schwester von Murad Khan aus Skardu verheiratet und hatte zwei Söhne, Yakub und Babur, die nach seinem Tod mit ihrer Mutter von seinem Bruder Rahim Khan aus Khaplu vertrieben wurden und nach Ladakh ins Exil gehen mußten.

Rahim Khan (regierte bis in die 50er Jahre des 17. Jahrhunderts)

Siehe auch den Sonderartikel Rahim Khan (Herrscher von Khaplu in Baltistan bzw. Klein-Tibet

Rahim Khan war nach Cunninghams Liste der 62. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Belegt ist dieser Herrscher nur durch die Quelle Shigar Nāma. Er war der Bruder von Hussain Khan und übernahm nach dessen Tod die Macht in Khaplu. Nachdem Murad Khan 1650/51 als Statthalter von Adam Khan in Skardu die Macht übernommen hatte, griff er mit Unterstützung von Imam Quli Khan aus Shigar das Königreich Khaplu an. Details hierzu sind in dem Artikel über Murad Khan in dem Abschnitt 4.2. über die Eroberung Khaplus nachzulesen. Rahim Khan übergab nach dreimonatiger Belagerung die Festung Thortsi Khar an die Angreifer, die ihm freies Geleit zusicherten. Nach dieser Kapitulation wurde er von Murad Khan und dessen Bruder Sher Khan ermordet. Da diese Ereignisse noch zu der Regierungszeit des Moghul-Kaisers Shah Jahan stattfanden, ist dessen letztes Regierungsjahr 1658 eine Terminus ante quem für den Todeszeitpunkt von Rahim Khan. Rahim Khans Sohn war Hatam Khan. Er überlebte die Eroberung von Khaplu.

Murad Khan setzte seine Neffen Yakub und Babur als Herrscher von Khaplu ein.

Yakub und Babur (regierten gemeinsam seit den 50er Jahren des 17. Jahrhunderts)

Siehe auch die Sonderartikel Babur (Herrscher von Khaplu in Baltistan, Klein-Tibet) und Yakub (Herrscher von Khaplu in Baltistan, Klein-Tibet)

Die Brüder Yakub und Babur, Söhne von Hussain Khan, regierten gemeinsam in Khaplu nach der Eroberung dieses Landes durch Murad Khan und ihrer Rückkehr aus dem Exil in Ladakh. Nach einiger Zeit vertrieb Babur seinen Bruder, der sich nach dem Tod von Murad Khan seinem Onkel Sher Khan anschloss.

Babur (regierte allein bis etwa 1674)

Nach der Vertreibung seines Bruders Yakub regierte Babur als Alleinherrscher Khaplu. Im ersten Krieg zwischen Sher Khan von Skardu und Imam Quli Khan von Shigar, der nach 1667 stattgefunden haben muss, stand er zunächst auf der Seite von Sher Khan, für den er einen Entlastungsangriff startete, der aber in Kiris von Amir Khan zurückgeschlagen wurde. Nach der Niederlage von Sher Khan in Shigar bereitete Imam Quli Khan mit seinen Verbündeten die Eroberung von Khaplu vor. Während der Belagerung der Festung Thortsi Khar durch die Truppen aus Shigar und ihre Verbündeten eilte Yakub mit einhundert Soldaten nach Khaplu, um seinen Bruder in der belagerten Festung zu unterstützen. Da Sher Khan nicht in der Lage war, mit weiteren Truppen und Nachschub an Nahrungsmitteln den Verteidigern von Thortsi Khar zur Hilfe zu kommen, erkannten die beiden Brüder ihre hoffnungslose Lage und wechselten auf die Seite von Imam Quli Khan. Khaplu fiel somit ohne weitere Kämpfe in die Hände von Sher Khans Gegner.

Yakub und Hatam Khan (regierten gemeinsam ab 1674)

Im Jahre 1674 fielen Truppen aus Ladakh nach der Eroberung von Purik (1673) in Baltistan ein und eroberten Khaplu mit der Festung Thortsi Khar sowie das südöstlich von Khaplu gelegene Chorbat. Das Shigar Nāma erwähnt dieses Ereignis als Krieg zwischen Imam Quli Khan und Ladakh. Die Ladakher setzten nach der Chronik La-dvags rgyal-rabs (Francke, S. 113f) Hatam Khan, Sultan Khan und Ali Khan als Herrscher ein. Bei Hatam Khan handelt es sich um den Sohn des von Murad Khan und Sher Khan ermordeten Rahim Khan. Eine der beiden restlichen Personen ist offenbar identisch mit Yakub. Yakub regierte die Gegend um die heutige Ortschaft Khaplu während Hatam Khan im Hushe/SaltoroTal residierte. Das Talle-Tal und die Festung Kharku gehörten in dieser Zeit zum Herrschaftsgebiet von Kiris und wurden von Amir Khan verwaltet.

In dem folgenden zweiten Krieg zwischen Sher Khan und Imam Quli Khan wechselte Yakub erneut die Seiten und schloss sich seinem Onkel Sher Khan als dessen Verbündeter an. Gleichzeitig gelang es ihm, den im Hushe-Tal residierenden Hatam Khan auf seine Seite zu ziehen. Gemeinsam griffen sie die Festung Kharku an und eroberten sie nach zweitägiger Belagerung. Allerdings wurde die Festung von Kharku wenig später von einer Reitertruppe und Musketieren des Imam Quli Khan zurückerobert. Nach dieser Wiedereinnahme der Festung hielt sich Babur, der weiterhin auf der Seite von Imam Quli Khan stand, in Kharku auf, wo er erkrankte und verstarb.

Im Jahre 1678 wurde Ibrahim Khan vom Moghul-Kaiser Aurangzeb zum zweiten Mal als Gouverneur von Kaschmir eingesetzt. Nach seinem Amtsantritt unternahm er den Versuch, Purik zurückzuerobern. Dabei wurde er von Truppen Sher Khans unterstützt. Den Einfall der Truppen Ibrahim Khans in Purik nahm Yakub zum Anlass, die in Khaplu noch stationierten ladakhischen Truppen zu vertreiben. Danach ging er gegen Hatam Khan vor und eroberte die Festung von Saling. Der danach unternommene Versuch, auch Haldi zu erobern, schlug fehl. Yakub zog sich nach Khaplu zurück. Hatam Khan aber verbündete sich erneut mit Imam Quli Khan, was ihm nach dessen endgültigen Sieg über Sher Khan die Alleinherrschaft über Khaplu sicherte. Über das Ende von Yakub ist uns nichts bekannt.

Hatam Khan (regierte als Alleinherrscher seit dem Beginn der 80er Jahre des 17. Jahrhunderts bis in die zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts)

Siehe auch den Sonderartikel Hatam Khan (Herrscher von Khaplu in Baltistan bzw. Klein-Tibet)

Hatam Khan pflegte während seiner langjährigen Regierungszeit insbesondere das Bündnis mit den Königen von Ladakh, denen er seine Einsetzung im Jahre 1674 zu verdanken hatte. Aus einer ladakhischen Herrscherurkunde aus dem Jahre 1698 (Schuh S. 193) können wir entnehmen, dass ladakhische Truppen in Balghar in einem Krieg gegen Shigar militärische Operationen durchführten. Dies darf als Hinweis darauf gewertet werden, dass spätestens ab 1698 das Talle-Tal und die Orte Kharku, Balghar und Daghoni wieder dem Königreich von Khaplu zugeordnet waren.

1716 rebellierte sein Sohn Dabla Khan gegen die Herrschaft seines Vaters und versuchte dabei, in einem Bündnis mit Shigar und Skardu Hatam Khan abzusetzen. Dieser bat den König von Ladakh um Truppenhilfe. Die daraufhin entsandten Truppen aus Ladakh  konnten die Krieger aus Skardu und Shigar zurücktreiben und die Festung von Saling zurückerobern. Dabla Khan unterstellte sich wieder seinem Vater.

1722 ersuchte Hatam Khan nach der Eroberung von Skardu durch Azam Khan aus Shigar Ladakh erneut um militärischen Beistand. Der ladakhische General Tshülthrim Dorje (Tshul-khrims rdo-rje) rückte mit einer Vorhut über Nubra bis Khaplu vor, wo er zunächst erneut zwischen Dabla Khan und seinem Vater Frieden stiften musste. Danach eroberten die ladakhischen Truppen zusammen mit ihren Verbündeten aus Khaplu Shigar, vertrieben den dortigen Herrscher Azam Khan und ordneten die politischen Verhältnisse im Westen Baltistans neu.

In die Regierungszeit von Hatam Khan fällt auch die Eheschließung einer Prinzessin aus dem Yabgo-Herrscherhaus von Khaplu mit dem ladakhischen König Nyima Namgyel (Nyi-ma rnam-rgyal).

Dabla Khan (Herrschaftsbeginn erfolgte nach 1722. Herrschaftsausübung ist für 1733/34 belegt)

Dabla Khan (auch Daolut Khan, Daulat Ali Khan, Tibetisch ´Dab-lad mkhan geschrieben) war nach Cunninghams Liste der 64. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Nach Cunningham regierte er von 1785 bis 1800. Hashmatullah Khan (S. XIII) und Afridi (Appendix F) geben die Herrschaftszeit mit 1690 -1725 an. Alle diese Datierungen sind frei erfunden und nachweislich völlig falsch. Die Nachfolge seines Vaters Hatam Khan kann er erst nach 1722 angetreten haben. Für das Jahr 1733 berichtet eine ladakhische Herrscherurkunde über einen Angriff von Mohammad Zafar Khan gegen das von Dabla Khan regierte Khaplu, wobei die Festungen von Saling und Tseno eingenommen werden. Die beiden Festungen wurden von ladakhischen Truppen unter dem Heerführer Gyatsho (rGya-mtsho) zurückerobert. Ein Jahr später, im Jahr 1734, belagerten die Truppen Zafar Khans Thortsi Khar, die Burg von Khaplu. Diesmal hatte Mohammad Zafar Khan eine Armee von 4000 Mann aufgeboten, die bald darauf von einem Heer aus Ladakh angegriffen wurde, welches der ladakhische König Dekyong Namgyel (bDe-skyong rnam-rgyal) persönlich anführte. Mohammad Zafar Khans Truppen erlitten eine vernichtende Niederlage.

Weitere Berichte über die Regierungszeit Dabla Khans liegen nicht vor. Für seinen Sohn Mohammad Ali Khan ist das Jahr 1759 als Regierungszeitpunkt belegt.

Mohammad Ali Khan (Herrschaftsausübung für die Jahre 1759 und 1785 belegt)

Mohammad Ali Khan (auch Mahmud Ali Khan, Tibetisch Ma-ma A-li Khan geschrieben) war nach Cunninghams Liste der 65. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Nach der Eroberung von Shigar durch Mohammad Zafar Khan aus Skardu im Jahre 1759 und angesichts der offenkundigen Kriegsvorbereitungen des Herrschers von Skardu gegen Khaplu in Kiris und Kuru schickte Mohammad Ali Khan einen Hilferuf an Tshewang Namgyel (Tshe-dbang rnam-rgyal), den König von Ladakh. Dieser sandte daraufhin Truppen, die dafür sorgten, dass Hussain Khan, der zwischenzeitlich eingekerkerte Herrscher von Shigar, wieder in Shigar regieren konnte und Kiris wieder in die Einflusssphäre von Khaplu eingeordnet wurde.

1785 erfolgte ein erneuter Hilferuf von Mohammad Ali Khan an den ladakhischen König Tsheten Namgyel (Tshe-brtan rnam-rgyal). Diesmal waren es die vereinigten Truppen aus Skardu und Shigar, die Khaplu bedrohten. Der König von Ladakh schickte Truppen, die die Feinde Khaplus in der Schlacht von Daghoni besiegten.

Yahya Khan (Regierungszeit für 1802 belegt, gestorben 1812)

Yahya Khan (auch Yahia Khan, Tibetisch Ya-ya khan geschrieben) war nach Cunninghams Liste der 66. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Er war der Sohn von Mohammad Ali Khan. 1802 gewährte er Azam Khan, dem Herrscher von Shigar, in Khaplu Asyl, nachdem dieser von seinem Wesir Mohammad Sultan aus seinem Land vertrieben worden war. Über seinen Tod im Jahre 1812 sind wir durch eine ladakhische Herrscherurkunde aus dem Jahre 1817 unterrichtet. Wie seine Vorgänger pflegte er eine enge Allianz mit dem Herrscherhaus von Ladakh.

Daulat Ali Khan (regierte in Khaplu mit Unterbrechung ab 1812)

Daulat Ali Khan (auch Daolut Ali Khan, Tibetisch ´Dab-la a-li khan oder ´Dab-lad a-li mkhan geschrieben) war nach Cunninghams Liste der 67. Yabgo-Herrscher von Khaplu. Er war der Sohn von Yahya Khan und beim Tod seines Vaters offenbar noch minderjährig, was dazu führte, dass seine Halbbrüder ihm den Thron von Khaplu streitig machten. Die Lage spitzte sich so zu, dass der ladakhische König Vertreter entsenden musste, um die politische Ordnung wiederherzustellen. Die Details dieser Ereignisse werden in einer Herrscherurkunde des ladakhischen Königs Tshepel Döndrub Namgyel (Tshe-dpal don-grub rnam-rgyal) vom 24. Juni 1817 geschildert, in der wir folgendes lesen:

Abbildung 16: Linke Hälfte des Teils der ladakhischen Herrscherurkunde aus dem Jahre 1815, in der die Umstände der Nachfolge von Yahya Khan im Jahre 1812 geschildert werden 

 

Abbildung 17: Rechte Hälfte des Teils der ladakhischen Herrscherurkunde aus dem Jahre 1815, in der die Umstände der Nachfolge von Yahya Khan im Jahre 1812 geschildert werden

 „Im Wasser-Affe-Jahr (1812), als der Herrscher (Jo) Yahya Khan (Ya-ya khan) starb, und (der Sohn) Daulat Ali Khan sehr jung war, entwickelten die Ar-rgon(-Halbbrüder) vielfältige Aktivitäten, wodurch das Innere von Khaplu von Verfall bedroht war. Daraufhin wurden no-no rTa-mgrin bkra-shis bdud-´joms und no-no bsTan-´dzin entsandt, um deren Rangfolge wiederherzustellen. In Kiris setzten sie einen Vertreter ein. Nachdem sie den Daulat Ali Khan in die Festung Thortsi Khar (mThor-rci mkhar) gebracht hatten, wurde die Rangfolge von Herrscher (Jo) und Wesir wiederhergestellt. Nachdem er die Ar-rgon(-Halbbrüder) und die Anführer (Gra-la) der zwölf Klane zusammengerufen hatte, traf er für sie Anordnungen, damit es zukünftig zu unbehelligtem Sein und Frieden kommen konnte. Danach ließ er sie einen Eid ablegen (mit folgendem Wortlaut): „In Zukunft werden wir ohne zurückzuschauen die Weisung des Königs von Ladakh uns um den Kopf wickeln und dem Daulat Ali Khan Respekt zollen und auf das hören, was er sagt, und ihm Dienste erweisen. Darüber hinaus werden wir etwas, wie von der Art übler Absichten, nicht im Geringsten hegen.“ Nachdem er eine mit Vertragsstrafe versehene, bindende Verpflichtungserklärung erlangt hatte, überreichte er diese der Königsresidenz  (in Ladakh). Mit diesem und anderem verwirklichte er restlos die Aufgaben der inneren und äußeren Amtspflichten.“

Für weitere Erläuterungen zu diesem Konflikt bei der Thronfolge vgl. den Artikel zu Ahmad Shah, 3. Eroberung der übrigen Königreiche, Struktur des Landes und innere Konflikte.

Wir können davon ausgehen, dass sich der im Jahre 1812 von den ladakhischen Truppenführern organisierte politische Zustand in Khaplu bis zum Jahre 1815 nicht geändert hat. Danach veränderte sich die Politik des ladakhischen Königshauses gegenüber Baltistan völlig. Ladakh mischte sich nicht mehr in die inneren Konflikte von Baltistan ein und stand nicht mehr als Verbündeter von Khaplu zur Verfügung.

Daraus ergab sich für Ahamad Shah, den König von Skardu, die Möglichkeit, die restlichen Gebiete Baltistans einschließlich Khaplu zu erobern. Im Zuge dieser Eroberungen verlor Daulat Ali Khan seine Stellung als Herrscher von Khaplu.

Mehdi Ali Khan (Herrschaft für die Jahre 1826-1829 belegt)

Mehdi Ali Khan (auch Mehdi Khán geschrieben) war ein Sohn von Yahya Khan und offenbar einer der beiden Ar-rgon-Halbbrüder von Daulat Ali Khan, die aus einer Ehe ihres Vaters mit einer buddhistischen Ehefrau hervorgegangen waren. Er war er im Zuge der Einnahme von Khaplu durch Ahmad Shah von diesem als Herrscher von Khaplu installiert worden. Seine Machtausübung für das Jahr 1829 ist durch einen Bericht von Captain Wade belegt, der hierzu folgendes schrieb (S. 596):

Karkes [=  Kiris] is bounded on three sides by the Iskárdoh [= Skardu] district, and on the fourth, or eastern side, by Chílú [= Khaplu], which was originally included within the government of Iskárdoh; but three years ago, the chief of it, named MEHDI KHÁN, revolted and setting the authority of the ruler of Iskárdoh at defiance, has entered into an alliance with the “Gelpo” or ruler of Ladákh. As the Governor of Chílú is married to a niece of AHMAD SHÁH, the ruler of Iskárdoh is restrained by considerations of delicacy from attacking and reducing him to obedience.”

Allerdings kann die angebliche Zurückhaltung von Ahmad Shah diesen Bericht von Wade nicht lange überdauert haben. Nach der Autobiographie von Ali Sher Khan (III) (siehe die Autobiographie in: Hashmatullah Khan, S. 88) wird nämlich Daulat Ali Khan aus Khaplu als einer der Feldherrn erwähnt, die an der Eroberung von Kartaksho teilnahmen. Wir können daraus schließen, dass Daulat Ali Khan spätestens ab 1834/35 seine alte Stellung in Khaplu unter der Vorherrschaft von Ahmad Shah wieder eingenommen hat.

Daulat Ali Khan (Herrschaftsausübung ab ca. 1834/35)

Über die Aktivitäten von Daulat Ali Khan nach 1834/35 ist, soweit durch Quellen belegt, nichts Verlässliches bekannt. Nach der vernichtenden Niederlage von Zorawar Singh in Tibet beteiligte er sich 1842 an der Beseitigung der Dogra-Besatzung in Skardu (Autobiographie in: Hashmatullah Khan, S. 91). Nach der zweiten Eroberung von Baltistan durch die Dogra im gleichen Jahr floh Daulat Ali Khan nach Chorbat mit dem Ziel, sich nach Lhasa abzusetzen. Ali Sher Khan (III) aus Kartaksho, der die Dogra bei den beiden Eroberungen Baltistans aktiv unterstützt hatte, ließ ihn verfolgen. Die Verfolger konnten Daulat Ali Khan überreden, nach Baltistan zurückzukehren. Cunningham (S. 28ff)  berichtete, dass zu seiner Zeit (ca. 1846) Daulat Ali Khan unter der Dogra-Vorherrschaft noch in Khaplu als Rāja residierte.

6. Literatur

Banat Gul Afridi: Baltistan in History. Peshawar 1988
R. C. Arora: In the Land of Kashmir, Ladakh and Gilgit. Agra 1940
Alexander Cunningham: Ladák. Physical, statistical, and historical; with notices of the surrounding countries. New Delhi 1977 (reprint)
Michael Beek: Pakistan. Marquartstein 2006
Koshrow Behrouz: Shigar- Nāma. Eine persische Verschronik über die Geschichte Baltistans. Kritische Textausgabe, Kommentar und Übersetzung. Unveröffentlichtes Manuskript aus den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts
Jane E. Duncan: A Summer Ride through Western Tibet. London – Glasgow 1913 (Taschenbuchausgabe)
Filippo De Filippi: The Italian Expedition to the Himalaya, Karakoram and Eastern Turkestan (1913-1914). New Delhi 2005. (Nachdruck der Ausgabe von 1932)
Mirza Haidar: The Tarikh-i-Rashidi of Mirza Muhammad Gaidar, Dughlát. A History of the Moghuls of Central Asia. An English Version. Edited, with Commentary, Notes and Map by N. Elias. The Translation by E. Denison Ross. London 1895
Hashmatullah Khan: History of Baltistan. Lok Virsa Translation, Islamabad 1987. Das Original in Urdu wurde 1939 veröffentlicht
Max Klimburg: Traditional Art and Architecture in Baltistan. In: Karakoram. Hidden Treasures in the Northern Areas of Pakistan. Edited by Stefano Bianca. The Aga Khan Trust for Culture 2005, S. 149-164.
E. F. Knight: Where three Empires Meet. A Narrative of Recent Travel in Kashmir, Western Tibet, Gilgit, and the Adjoining Countries. London 1893
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William Moorcroft and George Trebeck: Travels in India. Himalayan Provinces of Hindustan and the Panjab; in Ladakh and Kashmir; in Peshawar, Kabul, Kunduz and Bokhara; from 1819 to 1825. Prepared for the Press, from Original Journals and Correspondence, by Horace Hayman Wilson. Two Volumes. London 1841
Dieter Schuh: Die Herrscher von Baltistan (Klein-Tibet) im Spiegel von Herrscherurkunden aus Ladakh. In: Chomolangma, Demawend und Kasbek. Festschrift für Roland Bielmeier zu seinem 65. Geburtstag. Band 1: Chomolangma, Halle 2008, S. 165-225
Arthur Neve: Thirty Years in Kashmir. London 1913
Thomas Thomson: Western Himalaya and Tibet; A Narrative of a Journey through the Mountains of Northern India during the Years 1847-8. London 1852
Godfrey Thomas Vigne: Travels in Kashmir, Ladakh, Iskardo. The Countries Adjoining the Mountain-Course of the Indus and the Himalaya North of the Punjab. Volume II, London 2005. Nachdruck der Ausgabe von 1842
C. M. Wade: Notes taken by Captain C. M. Wade, Political Agent at Ludiána, in 1829, relative to the Territory and Government of Iskárdoh, from Information given by Charágh Ali, an agent who was deputed to him in that year by Ahmad Sháh, the Gelpo or ruler of that country. The Journal of the Asiatic Society of Bengal, Vol. IV, January to December 1835, Calcutta 1835, S. 589-601

Autor: Dieter Schuh, 2011, ergänzt 2012

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